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Montag, 24. November 2014

Papa Emeritus oder einfach wieder Kardinal?

Zwei Männer "ganz in weiß" sind einer zuviel ...
Der Bloggerkollege Sophophilo hatte vor kurzem schon alles Notwendige zu dem Hype um die Änderungen, die Papst Benedikt XVI. im Rahmen des Erscheines seiner "Gesammelten Werke" an einem Text von Joseph Ratzinger aus dem Jahre 1972 vorgenommen hat, geschrieben. Alles Notwendige? Anscheinend doch nicht, denn Hubert Wolff hat es für richtig erachtet, das Thema in einem Beitrag für die FAZ noch einmal aufzugreifen und es zum Anlass zu nehmen, seine Gedanken über den Status des "Papa Emeritus" zu formulieren.


Freitag, 11. Oktober 2013

Worum geht es?

Ein Freund fragte mich dieser Tage, warum ich denn Energie darauf verschwende, diesen merkwürdigen Bischof von Limburg zu verteidigen. Ich habe daraufhin noch einmal sorgfältig meine Blog-Beiträge gelesen und bin (beruhigt) zu dem Ergebnis gekommen: ich habe den Bischof nicht verteidigt. Ich wüßte auch gar nicht aus welchem Grund: weder ist er mir persönlich bekannt, noch bisher einmal durch irgendeine "Heldentat" positiv aufgefallen.

Dass mir die im Geld schwimmende (und u.a. aus diesem Grund überall lustig vor sich hin bauende) deutsche Kirche durchaus im Magen liegt, habe ich an dieser Stelle schon mehrfach zum Ausdruck gebracht. Und ich habe keinen Grund Bischof Tebartz van Elst nicht unter diese deutsche Kirche zu subsumieren.

Worum es mir geht, ist eine konsequente Nicht-Unterwerfung der Kirche unter die Gesetze des allgegenwärtigen Gossen-Journalismus mit seiner Skandal-Sucht. Gegen Bischof TvE liegen im wesentlichen zwei Vorwürfe auf dem Tisch:

  1. Eine Indienreise Erster Klasse (und dem medienprovozierten Kollateralschaden einer eventuell falschen eidesstattlichen Erklärung)
  2. Ein offensichtlich aus dem Ruder gelaufenes Bauprojekt in seinem Bistum
Zu Punkt 1: ich habe kein grundsätzliches Problem damit, dass ein Bischof Business Class (und mit einem Upgrade auch First Class) fliegt. Ein Bischof ist ein Bischof und wenn es sein Etat hergibt, kann er das so handhaben. Ich finanziere ihm das via Kirchensteuer gerne - ich muss ja auch Frau Merkel und Herrn Westerwelle ein eigenes Flugzeug bezahlen und der Finanzwelt auf dem Umweg der "Euro-Rettung" ihre Spekulations-Exzesse. Dann doch lieber einem Bischof einen standesgemäßen Flug. Der aktuelle Hype um den franziskanischen Papst Franziskus geht mir ziemlich auf die Nerven. Der Papst hat - wie der Bischof - ein Amt, zu diesem gehört eine bestimmte Form der Repräsentation und ich bin zufrieden, wenn das Amt ordentlich ausgeübt wird. Kombiniert sich diese ordentliche Amtsführung mit einer vorbildlichen Lebensführung, freue ich mich. Eine solche Lebensführung werde ich aber nicht an Symbolhandlungen festmachen - das ist mir zu billig.

Dass sich Bischof TvE in der Abwehrschlacht gegen die seinerzeitige Medienkampagne eventuell zu einer unklugen eidesstattlichen Erklärung hat hinreißen lassen, bedauere ich. Besser wäre es gewesen, sich mit diesen Galgenvögeln auf einen juristischen Streit gar nicht erst einzulassen. Aber das ist sicher leichter gesagt, als in der konkreten Situation getan. 

Zu Punkt 2: Bezüglich es Bauprojektes fehlen mir Informationen, die für eine solide Meinungsbildung nötig wären. Deshalb begrüße ich die Prüfung des ganzen Vorhabens durch Experten und warte den entsprechenden Bericht gerne ab. Sollte sich tadelnswertes ergeben, dann kann der Bischof getadelt werden. Sollte er in diesem Zusammenhang Rechtsbrüche begangen haben, kann es auch zu Sanktionen kommen. Eine direkte oder indirekte Amtsenthebung auf der Basis von "wir sind doch jetzt alle so franziskanisch" halte ich weder für angebracht, noch für kirchenrechtlich möglich.

Das Bild, das ich mir zur Zeit von den Anklägern des Bischofs machen kann, fällt reichlich erbärmlich aus: renitente Diözesanpriester, die den "konservativen" Bischof seit Jahren los sein wollen; ein erfahrungsgemäß ferngesteuerter Journalist in der Zeitung mit den klugen Köpfen, der eine Hasstirade nach der anderen loslässt; Aufsichtsratsmitglieder, die allzu durchschaubar ihre eigene Haut retten wollen; ein DBK-Vorsitzender, der mit dem Papst reden will (worüber, in welcher Eigenschaft und mit welchem Recht?) - nein, das ist alles nicht besonders beeindruckend.

Wer in der Drecks-Journaille unserer Tage als "Protz-Bischof", "Skandal-Bischof", "Prass-Prediger", etc. hingerichtet wird, hat zunächst einmal meine Solidarität. Wer von SPIEGEL, FOCUS, BILD und Konsorten in dieser Weise als Feinbild identifiziert und verprügelt wird, kann eigentlich nicht völlig falsch liegen. Sollten echte Vergehen zum Vorschein kommen, wird man weitersehen. 

Es sei nur ganz am Rande noch erwähnt, dass besagte Journaille den neuen Papst so sehr liebt, weil er für eine "barmherzige Kirche" einzutreten scheint. Wer gleichzeitig vollkommen enthemmt eine maximal unbarmherzige Hetzjagd auf den Skalp eines Bischofs dieser Kirche betreibt, kann auf meine Sympathie lange warten. 

Montag, 27. August 2012

Papsting

Als kleines Dankeschön an Alipius für die Ausrichtung des Schwester-Robusta-Preises, hier ein Beitrag zum Thema "Papst und Pferd":


Ok, es handelt sich zwar um Giuseppe Sarto (Pius X.), aber zum Zeitpunkt der Aufnahme war er erst Kardinal.

Vielleicht kann mir mal bei Gelegenheit jemand die Kopfbedeckung erklären? Von der Form her würde man wohl auf einen recht normalen Capello tippen, aber diese flauschige Oberfläche irritiert mich doch sehr.

Und dann wäre da noch dieses Halstuch ...

Dienstag, 21. August 2012

Pius X. - SANTO SUBITO

Wie im Falle Johannes Paul II. wussten die Menschen auch beim Tod Pius X. sofort, dass hier ein ganz besonderer Mensch zu seinem himmlischen Vater heimgekehrt war. Dies zeigte sich nicht nur in der unmittelbar einsetzenden Verehrung durch die Römer, sondern auch in den Nachrufen der "weltlichen" Presse.

So schrieb die Londener "Times":
Alle jene, die echte Heiligkeit hochschätzen, vereinen sich mit der katholischen Kirche, die in Pius X. einen heiligen Priester, einen großen Bischof und einen großen Papst betrauert".
Auch die sozialistische Pariser "L'Humanité" konnte sich dem Charisma des Verstorbenen nicht entziehen:
"Der Papst ist gestorben ! Man muß sagen, daß er ein großer Papst war. Seine Politik war höchst einfach: die Werte des Glaubens mit apostolischer Entschiedenheit zur Geltung zu bringen. Er konnte diese Politik mit Autorität durchführen, weil die Einfachheit seiner Seele und die Echtheit seiner Tugend nie angezweifelt wurden. Man mag ihn beurteilen wie immer, man muß sagen, daß er ein großer Papst war".
Die hier geschilderte "Einfachheit seiner Seele" äußerte sich auch darin, dass Pius X. als erster Papst die traditionelle Einbalsamierung seines Leichnams verweigerte. Auf der Inschrift unter seinem Sarkophag kann man lesen:

PIUS PAPA X
PAUPER ET DIVES
MITIS ET HUMILIS CORDE
REIQUE CATHOLICAE VINDEX FORTIS
INSTAURARE OMNIA IN CHRISTO 
SATAGANS

PAPST PIUS X.
ARM UND REICH
SANFT UND DEMÜTIG VON HERZEN
DER STARKE VERTEIDIGER DER KATHOLISCHEN SACHE
BESTREBT, ALLES IN CHRISTUS ZU ERNEUERN

Donnerstag, 23. Februar 2012

Sehr nett ;-)

Schlagfertig muss man sein:
Unter dem Applaus der Anwesenden in der Audienzhalle Paul VI. führte Kardinal Dolan seine Mutter Shirley hinauf zum Podium des Papstes und stellte sie vor: „Heiliger Vater, hier ist meine Mutter!“ Dann fragte er, ob der Papst sie nun zur “First Lady” des Kardinalskollegiums machen könne. Schließlich sei er, Dolan, einer der wenigen im Kollegium, der jung genug sei, um eine noch lebende Mutter zu haben. 
Dann habe der Papst, wie Dolan berichtet, seiner Mutter gesagt: “Sie sehen zu jung aus, um die Mutter eines Kardinals zu sein.“ Sofort habe seine Mutter geantwortet: „Heiliger Vater, war das eine unfehlbare Aussage?“

Ganze Geschichte hier auf kath.net ...

Dienstag, 4. Oktober 2011

Die Piusbruderschaft ist immer noch verrückt!

Auf der deutschen Website der Piusbruderschaft ist ein Interview mit Pater Niklaus Pfluger, dem ersten Assistenten der Bruderschaft erschienen, der tiefe Einblicke in das Selbstverständnis dieser Vereinigung gibt. Was dabei zum Vorschein kommt, ist nicht erfreulich - um das Mindeste und nicht viel Schlimmeres zu sagen.

Liest man den Interview-Text genau und zieht die Verbindungslinien zwischen den teilweise verstreuten Aussagen, dann ergibt sich in etwa der folgende Gedankengang:
Erzbischof Lefebvre hat der Bruderschaft einen Schatz zur Bewahrung anvertraut. Er soll nun der "ganzen Kirche" wieder zugänglich gemacht werden. Dieser Schatz ist "die Tradition", zu der die Kirche wieder zurückkehren soll. Um die Tradition wieder wirkungsvoll in die Kirche einzubringen, braucht die Bruderschaft die garantierte Freiheit, ihr Wirken und ihre Kritik am "modernistischen Rom" weiterführen zu können.
In der Sichtweise dieser Leute gibt es also einen Papst, der mit der Tradition nicht identisch ist, aber durch Zugeständnisse an die FSSPX gewisse Voraussetzungen geschaffen hat, dass man sich von seiner Organisation, dem "modernistischen Rom", kirchenrechtlich anerkennen lassen könnte. Aber nur unter der Bedingung garantierter Agitationsfreiheit gegen alles, was einem in diesem Laden nicht passt.

Mir ist durchaus bewusst, dass der grundsätzlich wohl einigungswillige Hauptflügel der Piusbruderschaft (zu dem HH. Pfluger wohl gehört) zur Zeit alles tut und tun muss, um den eigenen "rechten Rand" (Stichwort Williamson) auf dem eingeschlagenen Weg mitzunehmen. Aber was gibt es eigentlich mit Leuten zu reden, die sich die "Tradition" als etwas vorstellen, was zur Zeit im wesentlichen unabhängig vom Stellvertreter Christi auf Erden existiert? Man muss kann kein Freund des "La traditione sono io" sein, das Pius IX. zugeschrieben wird. Nichtsdestotrotz ist "die Tradition" schlicht der Glaube der Kirche und der Garant der Unversehrtheit dieses Glaubens ist der Nachfolger des Petrus und nicht irgendein im Status der Exkommunikation gestorbener Erzbischof.

Es ist ja durchaus akzeptabel, dass die dogmatische Präambel, die der Bruderschaft im Auftrag des Hl. Vaters zur Unterschrift vorgelegt worden ist, die unterschiedliche Verbindlichkeit lehramtlicher Äußerungen (einschließlich der Dekrete des II. Vatikanischen Konzils) und damit auch die diesen Äußerungen geschuldete Glaubenszustimmung differenziert erläutert. Ein Dokument, auf dessen Grundlage die Versöhnung der Piusbruderschaft mit der Kirche erfolgen soll, wird aber auch die Aufforderung enthalten müssen, der bisherigen und der laufenden Verkündung des ausserordentlichen und des ordentlichen Lehramtes des Papstes und der Bischöfe (!) die angemessene Haltung des Gehorsams entgegenzubringen. Und eine klares Eingeständnis, dass die illegalen Weihen durch nichts gerechtfertigt waren, würde man darin auch gerne sehen.

Es sollte jetzt Schluss damit sein, dass "Rom" Forderungen der Bruderschaft erfüllt - es wird im Gegenteil Zeit, dass diese endgültig aufhört, sich als die wahre Kirche zu gerieren.


Mittwoch, 1. Juni 2011

Der Papst und ... Theodor

Da ich davon ausgehen muss, dass das Erzbistum Freiburg mich nicht um einen Beitrag zur Reihe "Der Papst und ich" bitten wird (siehe hier), mir die Idee aber sehr gut gefällt, schreite ich hier einfach mal ganz unaufgefordert zur Tat:

Mitte/Ende der Neunziger Jahre, Regensburg, Studentenwohnheim der Passionisten

Im Rahmen der Arbeit an meiner Dissertation hätte ich zu gerne einmal mit Kardinal Ratzinger gesprochen - aber wie? Ein guter Freund gibt mir den entscheidenden Tipp: der Präfekt der Glaubenskongregation verbringt seinen Urlaub im Haus seiner Eltern bei Regensburg und liest in dieser Zeit jeden Morgen die Messe in der Kapelle eines in der Nähe gelegenen Studentenwohnheims. Anschließend bleibt er dort zum Frühstück und wenn man den Pater Heimleiter nett fragt, dann ... Ein kurzer Anruf - und einige Wochen später nehme ich morgens an besagter Messe teil, die denkbar schlicht und 100% "konziliar" abläuft: 2. Hochgebet, der Heimleiter konzelebriert. Bei der Kommunion dann ein fast traumatisches Erlebnis: der Präfekt drückt mir die Hostie routiniert in die eigentlich geschlossenen Hände und ich bin so verdattert, dass ich mich nicht wehren kann - die erste und einzige Handkommunion seit vielen Jahren (und bis heute).

Anschließend Frühstück unter zunächst sechs, dann vier Augen. Nachdem ich meine wissenschaftlichen Fragen besprochen habe, unterhalten wir uns über dieses und jenes. Mit Erstaunen stelle ich fest, dass der Kardinal aus dem fernen Rom die deutsche akademische Landschaft bis ins dritte Glied kennt: Namen, Veröffentlichungen, Karriereschritte - Kürschners Deutscher Gelehrtenkalender ist nichts dagegen! Über einen Professor der Münchner Theologischen Fakultät erkundigt er sich ziemlich ausführlich - einige Jahre später wird er Bischof von Regensburg. Ein Satz zur Kirchenpolitik ist mir in Erinnerung geblieben: "Ach ja, München. Wissen Sie, wir sind ja schon froh, wenn unsere Briefe den Hochwürdigsten Herrn Kardinal überhaupt persönlich erreichen ..." - uups!

Mein Gesamteindruck: ein bescheidener, zurückhaltender, fast schüchterner Mann, der mit dem landläufigen Zerrbild des Großinquisitors rein gar nichts zu tun hat. Besonders angenehm ist der feine Humor, der nur ganz gelegentlich einen leichten Zug ins Spöttische hat.

Ein Jahr später wiederholt sich das Ganze. Ein schönes Gefühl: same procedure as last year - nur bei der Kommunion bin ich diesmal auf der Hut ;-)

19. April 2005, Dortmund, ein Hotelzimmer

Nach gewissen Anzeichen im Autoradio schalte ich im Hotel sofort den Fernseher ein und komme gerade rechtzeitig:
Eminentissimum ac Reverendissimum Dominum, Dominum Josephum (Gänsehaut - kann das sein???), Sanctae Romanae Ecclesiae Cardinalem Ratzzzinger (Wahnsinn!), qui sibi nomen imposuit Benedictum XVI. (geht im Jubel unter)
Nach einigen Stunden weicht die "Wir sind Papst"-Begeisterung (und auch das eitle "Ich habe mit dem Papst gefrühstückt"-Gefühl) einer gewissen Nachdenklichkeit. Sein Vorgänger (MEIN Papst Johannes Paul) hat riesengroße Schuhe zurückgelassen - wie wird Benedikt XVI. darin wohl laufen können? Wie werden vor allem jüngere Menschen mit dem Kontrast umgehen können; hier der charismatische Karol Wojtila, der mit dem Amt und seinen Insignien so souverän, ja fast lässig umgegangen ist - und dort nun der schüchterne, fast etwas linkisch wirkende Professor aus Deutschland. Schon wenige Tage später bei der Amtseinführung die erste "Entwarnung" - auch dieser Papst weiss, wie man das Herz der Menschen erreicht: "Habt keine Angst vor Christus! Er nimmt nichts und er gibt alles." Spätestens beim Weltjugendtag in Köln wird es dann ganz deutlich; Benedikt XVI. hat seine ganz eigene Art, gerade auch die jungen Menschen anzusprechen.

10. September 2006, München-Riem

Wir sind mitten in der Nacht aufgestanden, auf langen Wegen zum alten Flughafengelände gelaufen, stehen nun in der Menschenmenge und warten auf die Ankunft des Papstes. Als das weiße Papamobil vorbeifährt, bin ich sehr berührt - dem Gefühl, dass der Mann in der weißen Soutane "einer von uns" ist, kann man sich nur schwer entziehen. Nur das "Benedetto"-Geschrei der Ministrantengruppe neben uns geht mir ein wenig auf die Nerven - zumal die Jungs dann später während der Messe ziemlich unbeteiligt ihre Wurstbrote vertilgen. Der "Papst aus Bayern" hat in den knapp eineinhalb Jahren seit seiner Wahl seinen eigenen Stil entwickelt; vieles zwei Nummern kleiner als bei seinem Vorgänger - aber echt. Ich kann gut damit leben.

Das Pontifikat von Josef Ratzinger war und ist mit vielen Erwartungen verbunden - gerade bei traditionsverbundenen Katholiken, gerade in Deutschland. Das galt und gilt auch für mich. Und so habe ich in den ersten Jahren die eine oder andere "Maßnahme" und "Klärung" erhofft und war ein wenig enttäuscht, wenn sich "nichts getan hat". Es hat ein wenig gedauert, bis mir klar geworden ist, dass Benedikt XVI. trotz seines fortgeschrittenen Alters in vielem "auf Zeit spielt". Er will überzeugen und das geht nun einmal nicht mit der Brechstange.

Mittlerweile bin ich einfach nur froh und glücklich, dass im Vatikan ein so bescheidener und kluger Mann regiert, der weise genug ist, die Welt und die Kirche nicht im Hauruck-Verfahren ändern zu wollen. Der sich seine Kräfte einteilt und alles, was darüber hinaus liegt, dem Herrgott überlässt. Der, wo er geht und steht, das Evangelium auslegt, weil nur aus der Erneuerung des Glaubens eine neue Lebendigkeit der Kirche entstehen kann. Und so lässt sich das Verhältnis "Der Papst und Theodor" auf eine einfache Formel bringen:

Ad multos annos, Papa Benedetto!