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| Der Bischofsjäger von Frankfurt |
Bezüglich des Bauprojektes, an dem sich die Kritik keineswegs entzündet hat, sondern das nur ihr öffentlichkeitswirksamer Treibsatz ist, gab es ebenfalls klare Vereinbarungen: die Unterlagen des Projektes inkl. aller Kosten werden einer Kommission der Bischofskonferenz zur Prüfung vorgelegt. Die Ergebnisse werden veröffentlicht.
Ganz offensichtlich befürchten die TvE-Kritiker, dass am Ende dieses Verfahrens nicht jene Sensation stehen könnte, die man als Grund für eine "Entfernung" des Bischofs gerne hätte. Daher wird nun auf der Basis der veröffentlichten Gesamtkosten-Zahl (31 Millionen) das "finale Medienfeuerwerk" gezündet. In vorderster Front die FAZ und der unsägliche Herr Deckers.
Da sind also zweistellige Millionenbeträge aus dem Sondervermögen des sog. "Bischöflichen Stuhls" über mehrere Jahre hinweg in das Projekt geflossen und Schuld ist alleine der Bischof. Die Mitglieder des Aufsichtsrates des Sondervermögens treten skurriler Weise nun als Hauptbelastungszeugen auf und stellen sich selbst als Opfer eines "raffinierten Betrügers" dar. Als ob es nicht ggfs. ihre Aufgabe gewesen wäre, so genau zu prüfen, dass ein solcher "raffinierter Betrug" nicht möglich ist. Natürlich sagen sie nicht, wie dieser Betrug vonstatten gegangen sein soll - und natürlich werden sie von der Deckers-Bande auch nicht nach solchen überflüssigen Details befragt. Sie erfüllen ihre Funktion bei der Bischofs-Hatz und können darauf hoffen
Zum Glück ist Herr Deckers dumm genug, seine Motivation (oder die seiner Auftraggeber) klar zu benennen:
"Wenn Papst Franziskus nicht nur mit Worten für eine Reform der Kirche zum Heil der Seelen stritte, könnte er ihnen mit der Absetzung des Bischofs von Limburg und bei der bevorstehenden Ernennung mehrerer neuer Bischöfe bald Taten folgen lassen".Darum also geht es: einen missliebigen konservativen Bischof loswerden und damit auch gleich ein Zeichen setzen für die anstehenden Neubesetzungen in Köln und Freiburg. Nichts Neues also unter der deutschen Katholikensonne: Politik der primitivsten Sorte. Das ganze natürlich zum "Heil der Seelen". Man kann gar nicht soviel fressen, wie man angesichts dieser Heuchelei kotzen möchte.
Herr Deckers ist nicht nur dumm, er ist auch über alle Maßen eitel. Daher muss er in seinem "Kommentar" auch noch einmal den Skalp vorweisen, den er vor Jahren seinen Hinterleuten stolz präsentiert hat: Walter Mixa. Leider ist Theodor noch nicht senil genug, um sich angesichts der Formulierung "des zunehmend amtsunfähigen Augsburger Bischofs" nicht die Augen zu reiben. Wurde der damals nicht wegen angeblicher Mißhandlungen, des Mißbrauchs von Seminaristen und dubioser finanzieller Transaktionen zur Strecke gebracht? Richtig, alle diese Vorwürfe haben sich in der Folge in Luft aufgelöst. Da ist es doch besser, sich auf die seitdem in kirchlichen Kreisen gestreute Variante des permanent Volltrunkenen zu beziehen.
Schauen wir einmal, ob Papa Buenasera auch schön brav das macht, was die deutschen "Reformkatholiken" zum "Heil der Seelen" von ihm erwarten ...
