Mittwoch, 12. Oktober 2011

Ein kleiner Beitrag zum sozialen Frieden ...

Das Statistische Bundesamt hat heute aktuelle Zahlen (bedeutet in diesem Fall: aus dem Jahr 2007 ;-) über die Verteilung der Steuereinnahmen auf die Steuerpflichtigen veröffentlicht:
1 % der erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen in Deutschland erzielte im Jahr 2007 Einkünfte von mehr als 172 000 Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entfielen laut Einkommensteuerstatistik auf diese 383 000 Steuerpflichtigen 13,1 % der Einkünfte und 25,0 % der festgesetzten Lohn- und Ein­kommensteuer. 
Man könnte diese Aussagen noch etwas weiter fortführen: die oberen 5% der Steuerpflichtigen tragen 40% zur Einkommenssteuer bei, für die oberen 10% lautet der Wert 53,1%. Gleichzeitig ist es so, dass die unteren 50% der Steuerpflichtigen zum Gesamtvolumen der Einkommenssteuer 6,2 % beitragen.

Ganz so schlimm ist es mit der "Verteilung von unten nach oben" also vielleicht doch nicht ...

Die Piusbrüder und die Messe

Während die Oberen der Piusbruderschaft sich erneut mit dem Studium der doktrinellen Erklärung beschäftigen, die Ihnen der Hl. Stuhl zur Unterschrift vorgelegt hat, habe ich einen Vorschlag, wie man schnell für Klarheit in den Gesprächen mit Rom sorgen könnte.

Hierzu müsste die Bruderschaft nur eine Seite ihrer deutschen Website ausdrucken und Kardinal Levada übersenden. Dort findet man nter dem Titel "Die Haltung der Priesterbruderschaft zur Frage der Neuen Messe" z.B. folgende Nettigkeiten:
Auch wenn die neue Messe gültig sein kann, so kann sie doch objektiv nicht gottwohlgefällig sein, da sie eine ökumenische, protestantisierende Messe ist. Sie stellt eine Gefahr für den Glauben an das katholische Messopfer dar und ist daher abzulehnen. 
Aufgemerkt: Die neue Messe, also diejenige Messe, die der Hl. Vater und Kardinal Levada JEDEN TAG feiern, ist objektiv Gott nicht wohlgefällig. Das bedeutet also, dass der Hl. Vater JEDEN TAG, wenn er an den Altar tritt und sein Priestertum vollzieht, etwas objektiv Gott nicht wohlgefälliges tut. Das gleiche gilt für (fast) alle Messen auf der ganzen Welt. 

Man weiss es ja nicht genau, aber nehmen wir einmal an, die Hl. Messe, die der Hl. Vater heute gefeiert hat, sei gültig gewesen. Dann ist nach Lehre der Piusbrüder folgendes geschehen: Auf dem Altar ist das Kreuzesopfer seines Sohnes vergegenwärtigt worden, ganz objektiv (ex opere operato), aber Gott hatte daran kein Wohlgefallen. Für die einen ist es nur Schwachsinn, für die anderen "wahre Theologie" ...

Es geht weiter:
Für die neue Messe gelten ähnliche Regeln wie für den Besuch nichtkatholischer Gottesdienste. Man darf bei ihnen aus familiären oder beruflichen Gründen anwesend sein, verhält sich dann aber passiv und geht vor allem nicht zur Kommunion.
Wäre ich heute morgen zufällig in Rom gewesen, hätte ich an der eventuell gültigen Messe, die der Hl. Vater feiert, nur teilnehmen dürfen, wenn ich dafür familiäre oder berufliche Gründe gehabt hätte, also etwa meine verrückte Tante beaufsichtigen musste, die unbedingt in diese Messe wollte oder als Fotograf den Auftrag hatte, den Hl. Vater bei der Zelebration abzulichten. Auf jeden Fall hätte ich mich weit hinten an einen Pfeiler gelehnt, kein Gebet gesprochen und wäre nicht zur Kommunion gegangen. Man beachte, dass diese auch nicht, wie sonst bei der FSSPX üblich das Adjektiv "Hl." trägt. Es handelt sich zwar eventuell um die objektive Aufnahme des objektiven Leibes Christi - aber das macht eine solche Neumess-Kommunion natürlich noch lange nicht heilig!

Und weil die Piusbrüder schon dabei sind, erklären sie auch gleich noch, wann man dem 3. Gebot zu folgen hat und wann nicht:
Wer keine Gelegenheit hat, die tridentinische Messe jeden Sonntag zu besuchen, ist von der Erfüllung des sonntäglichen Meßbesuchs entschuldigt, denn dieses Gebot verpflichtet nur zum Besuch der wahren katholischen Messe.
Eine Neue Messe kann also ggfs. gültig sein, es wird also objektiv der Herr Jesus Christus, der die Wahrheit selbst ist, dort gegenwärtig, aber das macht diese Veranstaltung noch lange nicht zu einer "wahren katholischen Messe".

Noch Fragen?

Dienstag, 11. Oktober 2011

Elsa und die Piusbrüder

Elsa hat heute in ihrer unvergleichlichen Art eine Frage in die Blogoezese geworfen bezüglich der Piusbruderschaft:
Kann mir mal jemand erklären ... 
was die FSSPX eigentlich wollen? Immerhin sind SIE diejenigen, die am allermeisten von der "modernen" Religionsfreiheit profitieren (die ja nun wohl so modern auch nicht ist vgl. Justin der Märtyrer) - oder habe ich was falsch verstanden?Der säkulare Staat lässt sie fromm, fröhlich, frei vor sich hinseppeln und ihre Schulen leiten?In einem strikt christlich-katholischen Staatswesen ginge das wohl EHER nicht so flockig.Also was? Seh ich was falsch?
Leider haben sich im Kommentarbereich eine Reihe von Beiträgern verewigt, die meinen, man könne und müsse den von der FSSPX vertretenen Unfug in Sachen der Religionsfreiheit mit theologischen (Schein-)Argumenten verteidigen.

Stein des Anstosses ist u.a. der berühmte Satz aus "Nostra Aetate":
Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber für wahr hält und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet.
Selbst Elsa ist im Laufe der Diskussion dann der Meinung, die Einleitung dieses Absatzes sei unglücklich formuliert, weil es z.B. fraglich sei, wie weit dieses "Nichtablehnen" gehen soll. Ich meine das liegt auf der Hand, sobald man die Dinge mit konkretem Leben füllt. Wie soll sich die Kirche denn gegenüber einem frommen Juden verhalten, der das "Schma Israel" betet, also jene Sätze, die die Kirche im Alten Ritus bei der Taufe betet ("Wenn Du das Ewige Leben erlangen willst, dann halte die Gebote: Du sollst den Herrn Deinen Gott, lieben mit Deinem ganzen Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzer Kraft")? Soll sie das ablehnen? Ist es besser, wenn er das nicht betet? Und wenn ich einen frommen Moslem fasten sehe, soll ich das ablehnen, weil es besser ist, wenn er nicht fastet?

Ein Kommentator mit dem Namen "Belarmin" hält den obigen Satz für "problematisch", weil die Kirche den Andersgläubigen mit seiner Religion nicht einfach anerkennen könne - dies widerspreche der Verpflichtung zur Mission. Voila, wie wäre es, wenn man auch noch den unmittelbar folgenden Satz aus "Nostra Aetate" lesen würde:
Unablässig aber verkündet sie und muß sie verkündigen Christus, der ist "der Weg, die Wahrheit und das Leben" (Joh 14,6), in dem die Menschen die Fülle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat
Man gebe sich keiner Täuschung hin: die Piusbruderschaft lehnt nicht angeblich "missverständliche" Sätze des II. Vatikanums zur Religionsfreiheit ab, sondern dieses Konzil "in toto" (man lese nur einmal das "Mitteilungsblatt" und darin die Predigten der Oberen einschließlich der in einem schismatischen Akt geweihten Bischöfe). Die Texte des Konzils, approbiert vom Stellvertreter Christi auf Erden, sind (mindestens!) Äußerungen des ordentlichen Lehramtes und verpflichten den Katholiken zur Zustimmung mit Vernunft und Willen, will er in der vollen Gemeinschaft mit der Kirche bleiben. Es wäre gut, wenn diese Tatsache auch in der Blogoezese zum "common sense" würde.







Donnerstag, 6. Oktober 2011

LOS WOCHOS

Johannes hat das Motto "Musik und Themen aus Kindertagen, als die Guten noch richtig gut und die Bösen noch nicht ganz so böse waren" vorgegeben - da fällt mir eine Menge ein, z.B.:


Papa Ben, Adam, Hoss und Little Joe - einfach nur klasse ...

Mittwoch, 5. Oktober 2011

Die Piusbruderschaft ist immer noch verrückt II

Mein vorheriger Post bedarf noch einer Ergänzung, die sich aus der sorgfältigen Lektüre des Interviews von HH. Pfluger ergibt. Man lese die folgende Stelle:
Übrigens war ja auch die Freigabe des katholischen Messopfers die zweite Bedingung, welche die Bruderschaft gestellt hat. Rom ist also zweimal auf die Wünsche der Bruderschaft eingegangen.
Man ist bei der Bruderschaft also immer noch der Meinung, dass die Alte Messe und das katholische Messopfer identisch sind. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Neue Messe kein katholisches Messopfer darstellt. Denkt man das logisch weiter, dann ist die Position der FSSPX von einer sedisvakantistischen nicht zu unterscheiden.

Wie gesagt: Wahrscheinlich sind solche Formulierungen ganz gezielte Zugeständnisse an die Williamson-Fraktion innerhalb der Piusbruderschaft. Es ist aber doch sehr die Frage, ob eine Versöhnung ehrlichen Herzens möglich ist, wenn - aus welchen Gründen auch immer - derart unsinnige (und natürlich auch heterodoxe) Positionen im Raum stehen bleiben.

Benedikt und die Piusbrüder

Wie nicht anders zu erwarten, sickern die ersten Details der "Präambel" durch, die der Vatikan der Piusbruderschaft als Voraussetzung für eine Wiedereingliederung zur Unterschrift vorgelegt hat (z.B. hier).


Dienstag, 4. Oktober 2011

Die Piusbruderschaft ist immer noch verrückt!

Auf der deutschen Website der Piusbruderschaft ist ein Interview mit Pater Niklaus Pfluger, dem ersten Assistenten der Bruderschaft erschienen, der tiefe Einblicke in das Selbstverständnis dieser Vereinigung gibt. Was dabei zum Vorschein kommt, ist nicht erfreulich - um das Mindeste und nicht viel Schlimmeres zu sagen.

Liest man den Interview-Text genau und zieht die Verbindungslinien zwischen den teilweise verstreuten Aussagen, dann ergibt sich in etwa der folgende Gedankengang:
Erzbischof Lefebvre hat der Bruderschaft einen Schatz zur Bewahrung anvertraut. Er soll nun der "ganzen Kirche" wieder zugänglich gemacht werden. Dieser Schatz ist "die Tradition", zu der die Kirche wieder zurückkehren soll. Um die Tradition wieder wirkungsvoll in die Kirche einzubringen, braucht die Bruderschaft die garantierte Freiheit, ihr Wirken und ihre Kritik am "modernistischen Rom" weiterführen zu können.
In der Sichtweise dieser Leute gibt es also einen Papst, der mit der Tradition nicht identisch ist, aber durch Zugeständnisse an die FSSPX gewisse Voraussetzungen geschaffen hat, dass man sich von seiner Organisation, dem "modernistischen Rom", kirchenrechtlich anerkennen lassen könnte. Aber nur unter der Bedingung garantierter Agitationsfreiheit gegen alles, was einem in diesem Laden nicht passt.

Mir ist durchaus bewusst, dass der grundsätzlich wohl einigungswillige Hauptflügel der Piusbruderschaft (zu dem HH. Pfluger wohl gehört) zur Zeit alles tut und tun muss, um den eigenen "rechten Rand" (Stichwort Williamson) auf dem eingeschlagenen Weg mitzunehmen. Aber was gibt es eigentlich mit Leuten zu reden, die sich die "Tradition" als etwas vorstellen, was zur Zeit im wesentlichen unabhängig vom Stellvertreter Christi auf Erden existiert? Man muss kann kein Freund des "La traditione sono io" sein, das Pius IX. zugeschrieben wird. Nichtsdestotrotz ist "die Tradition" schlicht der Glaube der Kirche und der Garant der Unversehrtheit dieses Glaubens ist der Nachfolger des Petrus und nicht irgendein im Status der Exkommunikation gestorbener Erzbischof.

Es ist ja durchaus akzeptabel, dass die dogmatische Präambel, die der Bruderschaft im Auftrag des Hl. Vaters zur Unterschrift vorgelegt worden ist, die unterschiedliche Verbindlichkeit lehramtlicher Äußerungen (einschließlich der Dekrete des II. Vatikanischen Konzils) und damit auch die diesen Äußerungen geschuldete Glaubenszustimmung differenziert erläutert. Ein Dokument, auf dessen Grundlage die Versöhnung der Piusbruderschaft mit der Kirche erfolgen soll, wird aber auch die Aufforderung enthalten müssen, der bisherigen und der laufenden Verkündung des ausserordentlichen und des ordentlichen Lehramtes des Papstes und der Bischöfe (!) die angemessene Haltung des Gehorsams entgegenzubringen. Und eine klares Eingeständnis, dass die illegalen Weihen durch nichts gerechtfertigt waren, würde man darin auch gerne sehen.

Es sollte jetzt Schluss damit sein, dass "Rom" Forderungen der Bruderschaft erfüllt - es wird im Gegenteil Zeit, dass diese endgültig aufhört, sich als die wahre Kirche zu gerieren.


Divus Thomas

Der Hl. Thomas und die auf ihn fussende scholastische und neuscholastische Theologie stehen in der theologischen und kirchlichen Diskussion der Gegenwart in keinem hohen Ansehen. Leider gilt dies nicht nur für den "linken" Flügel der deutschen Kirche. Auch in konservativen Kreisen fällt immer wieder eine grosse Unvertrautheit mit der klassischen Theologie des Lehramtes und dem dahinter stehenden Gedankengebäude auf - häufig wird diese durch eine mehr oder weniger selbstgestrickte "Rechtgläubigkeits-Rhetorik" ersetzt, bei der sich sich dem Hl. Thomas und seinen Nachfolgern der Magen herumgedreht hätte.

Umso erfreulicher ist es, dass die Blogoezese ein neues Mitglied hat, das es sich zum Ziel gesetzt hat, "Divus Thomas" auf Augenhöhe mit zeitgenössischen philosophischen Diskursen zu präsentieren.

Ich auf jeden Fall werde Ruben und seinen Blog "Divus Thomas Monacensis" aufmerksam verfolgen. Herzlich willkommen!

Donnerstag, 29. September 2011

Der Herr im Abseits

Hochwürden Alipius hat einen bemerkenswerten Beitrag über Grundfragen der Liturgie geschrieben. Ich auf jeden Fall finde mich da sehr wieder.

Abseits der üblichen "Welche Messe ist besser?"-Diskussionen geht er einer Erfahrung nach, die viele Menschen bei ihrem ersten Kontakt mit der "alten" Liturgie machen: man fühlt sich unmittelbarer in das eigentliche Geschehen (die Begegnung des gekreuzigten, auferstandenen und erhöhten Herrn mit seiner Gemeinde) hineingenommen. "Wie hältst Du es ganz persönlich mit Jesus Christus?" könnte man als Thema über derlei Erfahrungen schreiben.

Mindestens ebenso gut bringt er einen nicht ganz untypischen Eindruck in so mancher "neuen" Messe auf den Punkt: man wird das Gefühl nicht los, dass der ganzen Sache irgendwie die Mitte abhanden gekommen ist. Stattdessen leerer Betrieb: "Man ist halt beisammen und da möchte man dann auch 'was draus machen".

Wer sich dabei einsam fühlt, der sollte bedenken, dass nur einer wirklich einsam ist in einer solchen Veranstaltung: der im Tabernakel ...


Samstag, 17. September 2011

Ehe zwischen Mann und Frau ein Ideal?

Der neue Erzbischof von Berlin wird heute an verschiedenen Stellen (z.B. hier) folgendermaßen zitiert:
Woelki erklärte bei dem Treffen, er persönlich und die katholische Kirche insgesamt wollten keineswegs Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren oder ausschließen. Zugleich habe er klargestellt, dass die Kirche vom Ideal einer für Kinder offenen Ehe zwischen Mann und Frau nicht abweiche. Diesem Ideal sei auch in kirchlichen Einrichtungen Rechnung zu tragen. 
Nennt mich jetzt gerne kleinlich, aber ich halte diese Art von Sprachverwirrung für fast ebenso schädlich wie irgendwelche "Ungehorsamsaufrufe". Wie sollen die Menschen die kirchliche Lehre verstehen, wenn sie ihnen auch von Bischöfen öffentlich falsch erklärt wird?

Dass die katholische Kirche nur die "für Kinder offene Ehe zwischen Mann und Frau" anerkennt, hat mit Idealen gar nichts zu tun. Die so beschriebene Ehe ist schlicht die einzige, weil nur sie mit der Natur- und Schöpfungsordnung und dem geoffenbarten Willen Gottes in Übereinstimmung zu bringen ist. Die Kirche hält auch nicht am "Ideal des Nicht-Mordens" fest ...

Samstag, 10. September 2011

Neues Interview mit Saskia Wendel

Prof. Dr. Saskia Wendel
Saskia Wendel, Initiatorin des Theologen und Theologinnen-Memorandums und ausgewiesene Expertin für Gender- und Genderinnen-Theologie, hat in einem aktuellen Interview mit "ZOMBIE - das Magazin für Kirchenreform" den Zusammenhang zwischen dem norwegischen Amoktäter Anders Breivik und konservativen katholischen Kreisen bekräftigt, den sie bereits an anderer Stelle vorgetragen hatte.


ZOMBIE: Liebe Frau Wendel, erlauben Sie mir zunächst einmal ganz persönlich Ihnen meine Bewunderung für Ihren beispiellosen Mut auszudrücken. Ihr Kampf für eine Reform der Kirche findet in unserer Gruppe "Jugend für den Aufbruch" uneingeschränkte Unterstützung; wir kämpfen seit Jahren ...

WENDEL: Vielen Dank ...

ZOMBIE: ... für das Ende der sexuellen Repression in der Kirche. Mit "Humanae Vitae" hat es angefangen. Es braucht Leute wie Sie, damit jetzt endlich ...

WENDEL: Ja, ja, vielen Dank ...

ZOMBIE: ... etwas passiert. Erst gestern habe ich zu meiner Frau gesagt: Saskia Wendel ist eine wirkliche Hoffnungsträgerin. Ich habe einfach keine Lust mehr, mir von denen in Rom unter die Bettdecke schauen zu lassen!

WENDEL: Ja, sicher, ganz richtig - aber vielleicht stellen Sie mir jetzt einmal eine Frage ...

ZOMBIE: Das wäre ja schon meine erste Frage: Woher nehmen Sie diesen Mut, so völlig gegen den Strom des Zeitgeistes zu schwimmen?

WENDEL: Ohne den Zuspruch so vieler  Geschwister aus den Reihen der katholischen Reform-Bewegung wäre das für mich gar nicht aus- und durchzuhalten. Ich habe seit dem ZEIT-Interview schon mindestens zwei Briefe erhalten, in denen gerade junge Leute mir ihre Unterstützung zugesagt haben ...

ZOMBIE: Das freut mich ausserordentlich - ganz im Vertrauen: Meine Frau und ich haben Ihnen auch geschrieben.

WENDEL: Oh, das ist jetzt aber ...

ZOMBIE: Haben Sie keine Angst vor Repressionen durch die Amtskirche?

WENDEL: Sicher würde sich der eine oder andere freuen, wenn man meine Befähigung als katholische Theologin in Zweifel ziehen könnte. Aber da werden sie sich die Zähne ausbeissen - ich veröffentliche fast nichts - und wenn, dann hat es mit Theologie in der Regel nichts zu tun.

ZOMBIE: Sie meinen also, es könnte Bestrebungen geben, Ihnen die kirchliche Lehrerlaubnis zu entziehen?

WENDEL: Ich habe da jetzt keine ganz konkreten Hinweise, aber so etwas passiert ja ständig, dass kritische Theologinnen und Theologen mundtot gemacht werden. Denken Sie nur an das jüngste prominente Opfer römischer Willkür, meinen Kollegen Hans Küng ...

ZOMBIE: Richtig, das ist noch nicht lange her. Für meine Frau und mich war der Fall Küng 1980 eine Art Initialzündung. Wir waren damals junge Leute von knapp 40 Jahren und haben uns gesagt: ab jetzt lassen wir uns von denen in Rom nicht mehr unter die Bettdecke schauen. Seitdem arbeiten wir mit unserer Gruppe "Jugend für den Aufbruch" dafür, dass sich in der Kirche etwas bewegt.

WENDEL: Sehr verdienstvoll ...

ZOMBIE: Kommen wir auf den Sprengstoff zu sprechen, der in Ihrem Interview mit der ZEIT liegt. Sie haben den katholischen Traditionalisten dort endlich mal die Maske vom Gesicht gerissen und dabei auch den Staat in die Verantwortung genommen ...

WENDEL: In der Tat! Wenn sich der Verdacht erhärten sollte, dass es zwischen Breivik und den traditionalistischen Gruppen unterirdische Verbindungen gibt, sehe ich keine andere Möglichkeit als ein energisches Eingreifen staatlicher Stellen. Überhaupt muss man viel offener die Frage diskutieren, ob der Staat vor Dingen wie dem Zölibat oder der Alten Messe weiterhin die Augen verschliessen kann. Bisher gibt es ...

ZOMBIE: Schon Paulus sagt ja: Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit ...

WENDEL: ... bisher gibt es noch keine eindeutigen Beweise für diese Verbindungen, aber ich habe mir sagen lassen, dass der SPIEGEL ein Team mit 12 Journalisten auf die Sache angesetzt hat. Die Wahrheit wird also ans Tageslicht kommen.

ZOMBIE: Man will ja nichts beschreien, aber ist es denn auszuschließen, dass es solche Verbindungen auch zwischen Breivik und hochrangigen Leuten in Rom gegeben hat? Breivik war Freimaurer und ich habe mir sagen lassen, dass Kardinal Ratzinger seinerzeit einen Kulturpreis dieser Leute angenommen hat.

WENDEL: Nun, das war Hans Küng ... aber kommen wir wieder auf unser Thema zurück ...

ZOMBIE: Der deutlichste Hinweis auf Breiviks Verbundenheit mit katholisch-konservativen Kreisen ist ja sein Lob für den "Reichtum der katholischen Liturgie".

WENDEL: Ganz richtig. Klarer kann man den Geist des Konzils kaum leugnen als mit dieser Parole vom angeblichen "Reichtum der Liturgie". Die Liturgie muss ja im Gegenteil arm sein - nur so entspricht der Gottesdienst der Bergpredigt und damit auch dem Motto der Reformbewegung: Selig, die arm sind im Geiste!

ZOMBIE: Frau Wendel, ich möchte noch auf ein aktuelles Thema eingehen. Sie haben sich durch das seinerzeitige Verbot von Bischof Fürst nicht abschrecken lassen und führen jetzt ausserhalb der Diözese Rottenburg-Stuttgart die Veranstaltung "Let's think about sex" durch.

WENDEL: Die Enttabuisierung dieses Themas im kirchlichen Raum ist neben der Gender-Theologie ein zentrales Anliegen meiner wissenschaftlichen Bemühungen. Sex ist etwas ganz Natürliches.

ZOMBIE: Eben, schließlich hat Gott uns als Mann und Frau geschaffen.

WENDEL: So einfach ist das nun auch wieder nicht - "Mann" und "Frau" sind keine biologischen Begriffe, sondern vor allem kulturelle Festlegungen, von denen wir uns befreien müssen. Die offizielle Lehre der Kirche muss diese bahnbrechenden Erkenntnissen der Gender-Forschung endlich zur Kenntnis nehmen. An unserer Fakultät planen wir deshalb die Einrichtung eines Lehrstuhls für vergleichende homo-, hetero- und transanimalische Mainstreaming-Theologie.

ZOMBIE: Hochinteressant - wichtig scheint mir dabei zu sein, dass wir uns von Rom nicht länger unter die Bettdecke schauen lassen ...

WENDEL: Also, Herr Wiesner, ich habe den Eindruck, ...

ZOMBIE: Frau Wendel, wir bedanken uns für dieses Interview!

Der unsägliche Herr Schüller ...

... träumt ganz offensichtlich von der großen Revolution in der Kirche. Wie anders kann man sich den folgenden Interview-Beitrag erklären:
Dann kann es ziemlich schnell gehen Niemand hat im Sommer 1989 vorausgesehen, dass Europa im Spätherbst völlig anders aussehen wird. Warum soll das in der Kirche nicht auch ganz schnell gehen? Vielleicht innerhalb von Monaten"
Na klar, nachdem Dr. Martinus Schüller seine Ungehorsams-Thesen an die Tür der österreichischen Kirche genagelt hat, kann es jetzt nicht mehr lange dauern, bis der Reformations-Sturm durch Europa tobt und "innerhalb von Monaten" alles hinwegfegt, was dem verkorksten Generalvikar a.D. nicht passt. Und wenn alles gut geht, dann kann der Herr Oberreformator vielleicht auch noch seine Katherina von Bora heimführen, denn:
"Ich habe das nie ganz ausgeschlossen und trete dafür ein, dass man frei wählen kann" (kath.net)
Warten wir doch mal ganz entspannt ab, welche historische Analogie früher eintritt: der öffentliche Zusammenbruch des "Honecker-Benedikt-Systems" oder die Erfüllung der ganz privaten "In der Woche zwier"-Sehnsüchte ...

Dass er sich mit seinem Reformatiönchen beeilen muss, ist dem Klerikal-Populisten Schüler aber durchaus bewusst:
Junge Geistliche sind momentan überwiegend gegen Reformen. Im Gegenteil: Sie sagen uns Alten, dass unsere Fragen nicht zulässig sind.
Soviel Ehrlichkeit war lange nicht in der ach so jungen kirchlichen Reform-Bewegung ...

Kirchliche Medien

Heute seit langem mal wieder bei katholisch.de vorbeigeschaut und festgestellt, dass es dort einmal in der Woche die "katholisch.de -News" gibt - eine Art "Tagesschau für Katholiken". Schaut man dann einmal die letzten Sendungen durch, langweilt neben dem etwas gestrigen Format (Frontalnachrichten ohne Kommentare) der übliche Mainstream. Missbrauch und Dialogprozess sind Dauerthemen, ansonsten ein bisschen WJT und viel Zollitsch (aber kein Meisner). In der aktuellen Ausgabe fällt noch ein Bericht über die Piusbruderschaft auf, die - man glaubt es kaum - immer noch nicht das Konzil anerkennen will.

Wie es die Katholische Kirche in Deutschland doch immer wieder schafft, sehr viel Geld für Medienprojekte auszugeben, die keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken - da lobe ich mir doch die Blogoezese, die entgegen anderslautender System-Propaganda quietsch-lebendig ist ;-)

Mittwoch, 31. August 2011

Mensch und Hund ;-)









Kirchliche Statistik

Die statistischen Werte der Katholischen Kirche werden immer schlechter - das ist wohl der Grund, warum das Zahlenmaterial in diesem Jahr erstmals aufgeschminkt wie ein Unternehmens-Geschäftsbericht daher kommt.
Das Wichtigste gleich vorweg: es geht uns so richtig gut! Man schaue auf Seite 43 unten und wird sehen, dass die Kirchensteuereinnahmen in 2010 den Rekordwert von 4,8 Milliarden erreicht haben, das ist eine satte Milliarde mehr als 1990! Was macht es da schon, dass es weniger als 50.000 Trauungen gab (1990 fast 120.000), die Zahl der Priester um fast ein Viertel zurückgegangen ist und die Zahl der Gottesdienstbesucher fast um die Hälfte.
Den Herrn Erzbischof Zollitsch und seine Handlanger in Bonn ficht das alles nicht an. Weil sie so viel Geld haben, können sie sich jetzt zünftige Marketingleute leisten. Die produzieren dann so etwas:
Die Zahl der Laien im pastoralen Dienst wächst ständig: So hat sich die Zahl der Pastoralreferenten etwa seit 1990 fast verdoppelt. Damit sind in Deutschland so viele Männer und Frauen im pastoralen Dienst tätig wie nie zuvor. Gleichzeitig geht allerdings die Zahl der Priesterkandidaten zurück. Ende des Jahres 2010 konnten für die deutschen (Erz-)Diözesen 120 Neuaufnahmen verzeichnet werden. Im Vergleich zum Jahr 2009 sind das 41 Männer weniger, ein Minus von 25,5 Prozent. Die Zahl der Neupriester sank von 99 im Jahr 2009 auf 80 im Jahr 2010. Auch die Gesamtzahl der Seminaristen sank von 842 (2009) auf 798 (2010). (S. 12)
Den vernichtenden Zahlen beim Priesternachwuchs wird also eine völlig unerhebliche Jubelzahl über "Laien im pastoralen Dienst" vorangestellt. Will man sich die Dramatik in den Seminaren vollständig vor Augen halten, dann muss man sich klar machen, dass 1990 noch 250 Neupriester geweiht wurden, im Jahr 1962 waren es 550.

Im Klartext: die gesamte Kirche in Deutschland hat kaum noch mehr Seminaristen als die der Alten Liturgie verbundenen Institute. Diese erhalten übrigens keinen Euro aus den Kirchensteuer-Milliarden. Ein Schelm, wer hier einen Zusammenhang sieht.

Aber was will man von einer Institution erwarten, die nicht einmal ihren Namen richtig schreiben kann. In der Marketing-Broschüre liest man ständig "katholische Kirche" mit kleinem "k" - Nomen es Omen ...

Dienstag, 26. Juli 2011

Es lebe der Hunsrück!

Na, das ist doch wirklich eine Freude für Theodor! Ein Bischof, der ebenfalls aus dem Hunsrück gebürtig ist, spricht ihm aus der Seele:
Diejenigen, die auf Grund ihres Glaubens und religiösen Engagements in Erwartung der authentischen Liturgie der Kirche ohnehin kommen, werden mit vielen dieser Gottesdienste nur noch genervt und gelangweilt, weil sie nichts anderes sind als eine öde, auf die Nerven gehende Wiederholung dieser faktischen Welt an heiliger Stätte. Bar jeder Faszination für das Heilige und sich grundlegend unterscheidende Göttliche macht man vielfach aus dem Gottesdienst einen banalen „Event“. 
"Eine öde, auf die Nerven gehende Wiederholung dieser faktischen Welt" - kann mir jemand ein Zitat eines deutschen Bischofs nennen, dass das Problem vieler Gottesdienste so präzise auf den Punkt bringt?

Donnerstag, 14. Juli 2011

Kirche und Partizipation

Einer der innerkirchlich angesagtesten Soziologismen lautet "Partizipation / Beteiligung". Auch die vom Mannheimer Dialogkongress formulierte Vision "Kirche 2015" lässt sich fast vollständig auf dieses Thema reudzieren. Beteiligung von Frauen / Beteiligung von Laien, Beteiligung von Homsexuellen, Beteiligung von wiederverheirateten Geschiedenen, etc.

Einer der Sätze (Nr. 34 hier) aus dem Forderungskatalog bringt diese Vorstellung auf den Punkt:
Mehr Beteiligung ist durch verlässliche synodale Strukturen auf Dauer gestellt, um ein glaubwürdiges Zeugnis von Gott zu geben.
Beteiligung an Leitungsstrukturen erscheint hier fast schon identisch mit der Sendung der Kirche ("Zeugnis von Gott" zu geben), zumindest aber als ihre grundlegende Voraussetzung. Nun will ich den Gedanken gar nicht per se verwerfen, dass es für den Mensch unserer Tage, der jede Institution ganz selbstverständlich unter diesem Gesichtspunkt betrachtet, ein Stolperstein sein kann, dass die katholische Kirche hier "anders tickt". Und im Umgang mit der Berechtigung solcher "Barrieren" muss die Kirche immer selbstkritisch sein.

Nicht verstehen kann ich, dass die Vision "Kirche 2015" nichts dazu sagt, wie Partizipation in der Kirche ihrem Wesen nach aussieht. Dass der Katholik an seiner Kirche vor allem partizipiert, indem er mit ihr betet und die Sakramente feiert. Den Einwand, das sei doch selbstverständlich, lasse ich an dieser Stelle nicht gelten. Zumindest die Frage, was es für eine Institution bedeutet, dass mehr als 80% ihrer "Mitglieder" sich in diesem Bereich nicht "beteiligen", gehörte doch - rein soziologisch - auf den Tisch, wenn man angeblich ganz ehrlich und "ohne Ängste" über die Probleme der Kirche in Deutschland sprechen will. 

Es sei nur am Rande angemerkt, dass der Herr dieser Kirche das Pochen auf (Beteiligungs-)Gerechtigkeit in seiner Verkündigung mit einem großen Fragezeichen versehen hat. Wer das nicht glaubt, lese einmal wieder das Gleichnis von der Arbeitern im Weinberg. 

So leicht beeindruckt man einen Erzbischof

Welche Schlüsse über den Zustand der katholischen Kirche in Deutschland muss man eigentlich ziehen, wenn der oberste deutsche Katholik sich zwei Tage mit 299 Bischöfen, Priestern, Ordensleuten, Theologieprofessoren und Pfarrgemeinderäten zusammensetzt und seine Eindrücke dann so zusammenfasst:
Ich bin beeindruckt von der großen Solidarität und Sympathie in Bezug auf unsere Kirche
Nee klar, das konnte man in diesem Kreis natürlich nicht erwarten - wirklich beeindruckend ...

Ich fühle mich verarscht

Unsere Zeit ist ja so vergesslich: auf das Memorandum mit den unglaublich neuen Forderungen zu einer Kirchenreform folgte die Petition Pro Ecclesia. Hinter beiden Positionen versammelten sich ungefähr gleich viele Unterzeichner im Internet. Für beide Positionen gab es deutlich vernehmbare Befürworter in den deutschen Medien. Man hatte den Eindruck: es steht pari.

Die deutschen Bischöfe, allen voran EB Z. (z.B. hier), signalisierten, dass diese Tatsache angekommen sei und zogen einen nachvollziehbaren Schluss: Lasst uns mal drüber reden.

Bereits nach Lektüre der Einladungsliste zur ersten Dialog-Veranstaltung schwante einem nichts Gutes: fehlten da nicht ein paar Namen, die man mit der Position von Pro Ecclesia hätte in Verbindung bringen können?

Die erste Berichterstattung über die Veranstaltung in Mannheim hinterließ dann Ratlosigkeit. Anscheinend hatten sich alle wohlgefühlt. Und Wichtiges musste geschehen sein, schließlich soll der Hl. Vater höchstpersönlich über die Fortschritte informiert werden. Den Äußerungen der Teilnehmer war jedoch nicht der kleinste Hinweis darüber zu entnehmen, über was eigentlich geredet worden war und zu welchen Ergebnissen das geführt hatte. Oder kann jemand aus dem folgenden Zitat des EB Z. eine inhaltliche Information destillieren:

Das Wagnis hat sich gelohnt. Die Standortbestimmung, wo wir im Glauben heute stehen, war notwendig. Es gab eine Atmosphäre des Zuhörens. Der Austausch von Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen war bereichernd. Ich bin beeindruckt von der großen Solidarität und Sympathie in Bezug auf unsere Kirche.
Mittlerweile weiss man (z.B. dank Elsa), was und mit welchem Ergebnis im Kreis gestuhlt wurde. Eine "Standortbestimmung, wo wir im Glauben stehen" möchte man den 37 Thesen von Mannheim besser nicht entnehmen, sehr wohl aber eine Vision, wie die Kirche der 300 im Jahr 2015 aussehen soll. Und wer hätte es gedacht: es ist die Kirche der Memorandisti, seit bald 500 Jahren auch unter dem Namen "Kirche der Reformation" bekannt, erkennbar an den sieben Gaben der Hl. Geistin: Verheiratete Priester, geweihte Frauen, wiederverheiratete Geschiedene, gleichberechtigte Laien, synodale Strukturen, anerkannte Homsexualität, Pille für alle.

Das ganze geheimnisvolle Drumherumgerede hatte also nur den einen Zweck, die simple Tatsache zu verschleiern: ein Dialog der unterschiedlichen Positionen in der katholischen Kirche in Deutschland hat nicht stattgefunden.