Samstag, 17. September 2011

Ehe zwischen Mann und Frau ein Ideal?

Der neue Erzbischof von Berlin wird heute an verschiedenen Stellen (z.B. hier) folgendermaßen zitiert:
Woelki erklärte bei dem Treffen, er persönlich und die katholische Kirche insgesamt wollten keineswegs Menschen aufgrund ihrer sexuellen Orientierung diskriminieren oder ausschließen. Zugleich habe er klargestellt, dass die Kirche vom Ideal einer für Kinder offenen Ehe zwischen Mann und Frau nicht abweiche. Diesem Ideal sei auch in kirchlichen Einrichtungen Rechnung zu tragen. 
Nennt mich jetzt gerne kleinlich, aber ich halte diese Art von Sprachverwirrung für fast ebenso schädlich wie irgendwelche "Ungehorsamsaufrufe". Wie sollen die Menschen die kirchliche Lehre verstehen, wenn sie ihnen auch von Bischöfen öffentlich falsch erklärt wird?

Dass die katholische Kirche nur die "für Kinder offene Ehe zwischen Mann und Frau" anerkennt, hat mit Idealen gar nichts zu tun. Die so beschriebene Ehe ist schlicht die einzige, weil nur sie mit der Natur- und Schöpfungsordnung und dem geoffenbarten Willen Gottes in Übereinstimmung zu bringen ist. Die Kirche hält auch nicht am "Ideal des Nicht-Mordens" fest ...

Kommentare:

  1. Ohne Zweifel, da ist was dran...

    Er hätte besser gesagt, "dass die Kirche vom Verständnis der Ehe als einem für Kinder offenen Bund zwischen Mann und Frau nicht abweiche. Diesem Verständnis sei auch in kirchlichen Einrichtungen Rechnung zu tragen."

    Tja, Ideal hört sich natürlich gut an (wer spricht heute schon noch von Idealen?) aber in dem Zusammenhang ist es tatsächlich nicht korrekt.

    Pax et bomum
    Frischer Wind

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  2. Sorry,
    ich meinte natürlich:

    Pax et bonum!

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