Samstag, 10. September 2011

Kirchliche Medien

Heute seit langem mal wieder bei katholisch.de vorbeigeschaut und festgestellt, dass es dort einmal in der Woche die "katholisch.de -News" gibt - eine Art "Tagesschau für Katholiken". Schaut man dann einmal die letzten Sendungen durch, langweilt neben dem etwas gestrigen Format (Frontalnachrichten ohne Kommentare) der übliche Mainstream. Missbrauch und Dialogprozess sind Dauerthemen, ansonsten ein bisschen WJT und viel Zollitsch (aber kein Meisner). In der aktuellen Ausgabe fällt noch ein Bericht über die Piusbruderschaft auf, die - man glaubt es kaum - immer noch nicht das Konzil anerkennen will.

Wie es die Katholische Kirche in Deutschland doch immer wieder schafft, sehr viel Geld für Medienprojekte auszugeben, die keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken - da lobe ich mir doch die Blogoezese, die entgegen anderslautender System-Propaganda quietsch-lebendig ist ;-)

Kommentare:

  1. Es ist in der Tat zum Auswachsen, aber scheinbar geht es nicht anders als kleinster gemeinsamer Nenner.

    Die Redaktion von katholisch.de hat viel guten Willen und durchaus viel Sachkompetenz, der allerdings von den vielen Mitredern und Mitbestimmern ziemlich kleingehalten wird. Dafür machen sie immer noch eine recht gute Arbeit.

    Verwunderlich ist das nicht, denn Behörden - und die Einrichtungen, die hinter katholisch.de stehen sind nun einmal (kirchen-)steuerfinanzierte Behörden - waren noch nie starke Medienmacher. Katholisch.de ist in der blöden Situation vermeintlich kritisch über den Laden berichten zu müssen, der ihn finanziert.
    Noch Fragen?

    Ja, wir Blogger sind eineutig in der besseren Situation. Aus dem Grund bin ich dafür, z.B. mit katholisch.de im Gespräch zu bleiben, sich zu vernetzen und da stark zu sein, wo katholisch.de es nicht sein kann. Meine Erfahrungen im facebook- Projekt "Papst in Deutschland", wo ich mit katholisch.de im Boot sitze, sind jedenfalls durchgängig gut. Vor allem baut die Zusammenarbeit bestehende Ängste und Vorurteile ab. (Auf beiden Seiten ... )

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  2. Ich bin immer gerne bereit, alle guten Bemühungen anzuerkennen. Aber leider trifft eben Ihre Bezeichnung der ganzen Sache als "kleinster gemeinsamer Nenner". Auf dieser Ebene kann man vielleicht manches machen, ganz sicher aber keinen kirchlichen Journalismus.

    Deswegen kann es natürlich nicht um Vorwürfe an die Macher von katholisch.de gehen. Man wird die Betreiber aber sehr wohl fragen dürfen, wie man eine solche Verschleuderung von Kirchensteuer-Mitteln verantworten will und kann.

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