Dienstag, 17. Juli 2012

Erhörte Gebete

Versöhnung vorerst gescheitert -
Fellay bleibt lieber selber Papst!
Ein bitterer Kelch scheint an den Katholiken vorbei gegangen zu sein: in scheinbar voller Gemeinschaft mit einer Gruppe von unverbesserlichen Schismatikern und Häretikern leben zu müssen. Eine "Wiederversöhnung" von öffentlichen Sündern ertragen zu müssen, die es nicht ein einziges Mal fertig gebracht haben, ihre Schuld auch nur ansatzweise zu bereuen.

Menschen in gewisser Weise "kirchenamtlich" als Lordsiegelbewahrer der Tradition eingesetzt zu sehen, die aus dieser hl. Tradition mit fast jeder öffentlichen Äußerung eine Karikatur machen. Das II. Vatikanische Konzil ("Sacrosanctum Concilium") dem Spott von theologisierenden Patres preisgegeben zu sehen, die in jedem Interview, jeder Stellungnahme, jeder neuen Anklage ihr Verharren im Stande der intellektuellen Adoleszenz prostituieren.

Eine gnädige Vorsehnung scheint es uns zu ersparen, eine "Übereinkunft" ertragen zu müssen zwischen dem Stellvertreter Christi auf Erden und einer Gruppe von Personen, deren Gründer dem seligen Vorgänger dieses Stellvertreters öffentlich ins Gesicht gespuckt hat. Die unter ständiger Berufung auf ein halluziniertes "Ewiges Rom" (welch lächerliches Deckmäntelchen für die eigene Hybris!) den Sitz des Hl. Apostels Petrus mit Kübeln von Dreck und Kot übergiessen. 

Aber hätte man nicht hoffen müssen auf die Wiederherstellung der Einheit? Natürlich hat man darauf hoffen müssen - aber eben auf die "Wiederherstellung der Einheit". Diese gibt es mit Sündern aber nur auf der Grundlage von "Reue und Vorsatz". 

Aber darf man die Piusbrüder denn Sünder nennen? Ja, das darf man. Die verbotenen Bischofsweihen waren Sünde, die schwerste denkbare Sünde gegen die göttliche Ordnung der Kirche. Bis heute hat sich die Bruderschaft von dieser Sünde, ihrer "Gründungsurkunde", ohne die es sie in ihrer heutigen Gestalt gar nicht geben würde, mit der sie ihre mehr als 500 Priester dauerhaft der Gemeinschaft und Einheit mit dem Hl. Vater und den Nachfolgern der Apostel entzogen hat - bis heute hat sie sich von dieser Sünde nicht distanziert. Selbst die Bereitschaft Benedikts XVI., mit der Aufhebung der Exkommunikation Gnade vor Recht gehen zu lassen, hat sie dazu nicht bringen können. 

Beten wir also, dass ihre Verstockung nicht von Dauer sei.





Kommentare:

  1. Willkommen zurück unter den Lebenden! ;)

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  2. Vielen Dank für die freundliche Begrüßung!

    Ich habe die Virginitas in partu-Diskussion zwischen Pro Spe Salutis und Ihnen gesehen. Sehr interessant - ich werde mich mal versuchen, zu beteiligen ;-)

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