Montag, 13. August 2012

Katholisches Sommerloch

Der Gipfel der Gipfelkreuze
Touristen aus arabischen Ländern sind in Bayern gerngesehene Gäste. Besonders auf dem höchsten Berg Deutschlands scheint man an dieser Besuchergruppe interessiert - und zu manchem Zugeständnis bereit zu sein. So berichtete kath.net, die Betreibergesellschaft der Zugspitzbahn habe aus Prospekten für den arabischen Raum das Gipfelkreuz "herausretuschiert", um Gäste mit muslimischem Glaubenshintergrund nicht unnötig zu verschrecken. 

Nun ja, ganz so wild scheint es nicht zu sein - retuschiert hat man wohl nicht, sondern für die entsprechenden Projekte Bildmaterial ohne Gipfelkreuz ausgewählt. Angesichts der Tatsache, dass es selbige Betreibergesellschaft war, die vor einiger Zeit besagtes Kreuz neu hat vergolden lassen, muss man wohl nicht gleich das christliche Abendland im Sommerloch versinken sehen. Man wird wohl eher schmunzeln bei der Vorstellung, wie verstört der geneigte Moslem dreinschauen wird, wenn er am Ziel seiner Reise ankommt und dann doch unter dem Zeichen des Kreuzes das Panorama genießen muss.

Aber auch für diesen Fall haben die Tourismus-Manager schon seit längerem vorgesorgt. Kann sich der so hereingelegte Mohammedaner doch an Ort und Stelle in einen passenden Gebetsraum zurückziehen, der vor 2 Jahren für seinesgleichen eingerichtet wurde, damit er in luftiger Höhe sein Stundengebet verrichten kann. 

Sollte ihm die ganze Sache - trotz zahlreicher arabischer Spezialitäten auf der Speisekarte des Plattformrestaurants - doch auf den Magen schlagen, kann er sich auf ein, seinen speziellen kulturellen Bedürfnissen angepasstes, stilles Örtchen begeben. Dort muss er sich nicht mit Toilettenpapier herumschlagen, sondern darf sich der alternativ zur Verfügung gestellten Duschbrause bedienen. 

Da sage noch einer, der Bayer habe nicht ein feines Näschen für multikulturelles Entgegenkommen oder verweigere sich bockbeinig den Erfordernissen der politischen Korrektheit im Umgang mit Minderheiten.

Nein, der Bayer ist seit eh und je weltoffen - es waren Preußen, die die seinerzeitige "Toiletten-Eröffnung" alarmistisch und äußerst unfein als "Halal Kacken" verunglimpft haben.


 

Kommentare:

  1. Also eines muß ich mal loswerden: die Wasserschläuche habe ich bei meinem berufsbedingten Trip nach Dubai letztes Jahr sehr zu schätzen gelernt. Es ist einfach sehr sauber.

    Und zur kleinen Korrektur: Toilettenpapier ist natürlich auch immer vorhanden (irgendwie muß man den Hintern ja wieder trocken bekommen).

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  2. Klar, der Papierspender ist auf dem Bild schließlich gut erkennbar. Ich wollte auch nicht gegen die "Wasserreinigung" Stellung beziehen - sie in unserem Kulturkreis unter dem Begriff "Bidet" ja durchaus bekannt.

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