Montag, 23. Februar 2015

Kardinal Marx und die Kirche

The Cardinal speaks English very well!
Gibt es einen Pianisten, der nicht weiß, was ein Klavier ist? Einen Koch, der nicht weiß, was eine Küche ist? Ich hätte immer gesagt: nein, das ist nicht möglich. Nun muss ich umdenken, denn es gibt ganz offensichtlich einen Kardinalerzbischof und Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, der nicht weiß, was die Kirche ist.

„Si tacuisses“ sagte man früher in solchen Fällen, aber das Schweigen ist des Mannes Sache nicht. Reinhard Marx gibt furchtbar gerne Interviews und jüngst hat er ein solches in Amerika anlässlich eines Gastvortrags an der Standford University der Jesuitenzeitschrift „America“ gewährt. Man kann seine Redelust in gewisser Weise ja verstehen – schreibt er doch nach eigenem Bekunden gerade Kirchengeschichte: 
„Ich sehe meine neue Verantwortung und die neuen Möglichkeiten; und ebenso den historischen Moment in der Kirche vorwärts zu gehen und Teil der Kirchengeschichte zu sein“.
Als Deutscher kennt man das ja: kräftige ältere Herren und der Mantel der „Gechichte“.

Samstag, 10. Januar 2015

Was ist und was darf Satire?

Theodor Haecker -
Meister der christl. Satire
Der Bloggerkollege Geistbraus hat sich kritisch mit meinem Beitrag "Ich bin NICHT Charlie Hebdo" auseinandergesetzt. Ihm passt es nicht, wenn ich schreibe, dass "Christen grundsätzlich mit den religiösen Vorstellungen und Gefühlen ihrer Mitmenschen respektvoll umgehen" und interpretiert diese Aussage wohl als eine Art "General-Satire-Verbot in religiösen Fragen".

Das liegt mir fern. Ich bin nur schlicht nicht bereit, die Karikaturen von Charlie Hebdo als Satire zu akzeptieren. Und wenn man sie nicht als Satire akzeptiert, dann sind es eben nur ein paar Bildchen, die auf den religiösen Anschauungen und Gefühlen einer Minderheit herumtrampeln. Zotig, billig, wertlos. Auf jeden Fall etwas, was ein Mensch mit Anstand, und erst recht ein Christenmensch nicht tut.

Nun kann man einwenden, wie ich denn dazu komme, diesen Karikaturen das Attribut "Satire" abzusprechen - und schon ist man bei der eigentlichen Frage: Was ist Satire?

Donnerstag, 8. Januar 2015

Ich bin NICHT Charlie Hebdo!

Widerlich!
Die erschütternde Bluttat von Paris macht ratlos. Wer die Bilder von der Erschießung eines wehrlos am Boden liegenden Polizisten gesehen hat, wird verstehen, was ich meine: Wie können Menschen so unbeschreiblich grausam sein? Wie verirrt und böse muss eine menschliche Seele sein, um eine solche Tat zu verüben und sie für einen Dienst an irgendetwas zu halten, perverserweise in diesem Fall wohl sogar für einen Dienst an einer Religion?

Fast genauso ratlos macht mich aber auch die Heroisierung der heute getöteten Redakteure und Zeichner der Zeitschrift "Charlie Hebdo" nicht nur in den deutschen Medien, sondern sogar in Teilen der katholischen Blogger-Szene.

Ich für meinen Teil muss es ganz klar aussprechen: "Ich bin nicht Charlie Hebdo", sondern ich distanziere mich von diesem Blatt und seinen Machwerken.

Montag, 15. Dezember 2014

Die Päpste und das heilige Kraut

Der spätere Papst Johannes XIII. mit Zigarette
Angeregt durch die aktuelle Diskussion um eine mögliche Seligsprechung von G. K. Chesterton und die dabei vorgebrachten Einwände, er könne aufgrund seines unpuritanischen Lebensstils in Bezug auf Essen, Trinken und Rauchen, nicht zur Ehre der Altäre erhoben werden, fiel mir eine kleine Geschichte über den seligen Clemens August Graf von Galen ein: Der Bischof war passionierter Pfeifenraucher und pflegte auf das Rauchen auch in der vorösterlichen Zeit nicht zu verzichten (unter Einhaltung aller Abstinenz- und Fastenregeln der Kirche).

Er würde gerne, darf aber nicht ...

Das Rauchen ist nicht nur durch den "Löwen von Münster" geheiligt, man könnte auch eine eigene Studie über die "Päpste und den Tabak" schreiben. Eine Art Vorstudie zu diesem epochalen Forschungsdesiderat hat vor einigen Jahren Ulrich Nersinger in einem Artikel auf kath.net veröffentlicht.

Hier eine kleine Übersicht aus den vergangenen 150 Jahren:

  • Pius IX. - Schnupftabak
  • Leo XIII. - Schnupftabak (leidenschaftlich)
  • Pius X. - Schnupftabak
  • Pius XI. - Zigarren
  • Pius XII. - Schnupftabak
  • Johannes XXIII. - Zigaretten (bis zu einem Päckchen am Tag)
  • Paul VI. - Zigaretten
  • Johannes Paul II. - Nichtraucher
  • Benedikt XVI. - Zigaretten
  • Franziskus I. - Nichtraucher (aber mildernde Umstände wegen eines Lungenleidens)
Meine Lieblingsgeschichte zum Thema "Päpste und Tabak" (ebenfalls nachzulesen bei Nersinger) geht so:
Leo XIII. - seine Liebe zum Schnupftabak hat via Zola Eingang in die Weltliteratur gefunden - bot in einer Audienz einem Mitglied des Kardinalskollegiums seine Schnupftabakdose an. Dieser wies sie zurück mit dem Satz: "Danke, Eure Heiligkeit, aber dieses Laster habe ich nicht". Der Papst schaute ihn freundlich an und antwortete: "Mein Lieber, wären Schnupfen und Rauchen ein Laster - Sie hätten es!".
Wie oft schon hat man sich Ähnliches gedacht ...

Montag, 8. Dezember 2014

Der Papst und der "smarte Amerikaner"

Warum verbirgt dieser Mann seine Nase?
Die neueste "Franziskus-Perle" liegt endlich vor: wieder einmal in der Form eines Interviews. Man weiß also nicht so recht, ob das Interview wirklich geführt wurde, ob der Papst das, was er gesagt hat, wirklich gesagt hat, ob ein Band mitgelaufen ist oder nicht, usw. Da es sich bei der Interviewerin aber um eine alte Freundin des Hl. Vaters handelt, tun wir guten Gewissens einmal so, als könnte man den veröffentlichten Text als "ipsissima vox" nehmen.

In dem Interview findet sich die folgende Passage über die "Causa Burke" (*):
Konservative Kreise in den USA denken, dass Sie den nordamerikanischen Kardinal Raymond Leo Burke vom Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur entfernt haben, weil er der Anführer einer Gruppe war, die bei der Bischofssynode Widerstand gegen jede Art von Veränderung geleistet haben - ist das richtig? [Falsche Frage: jeder weiß, dass die Amtsenthebung von Kardinal Burke bereits vor der Synode feststand]

Montag, 24. November 2014

Papa Emeritus oder einfach wieder Kardinal?

Zwei Männer "ganz in weiß" sind einer zuviel ...
Der Bloggerkollege Sophophilo hatte vor kurzem schon alles Notwendige zu dem Hype um die Änderungen, die Papst Benedikt XVI. im Rahmen des Erscheines seiner "Gesammelten Werke" an einem Text von Joseph Ratzinger aus dem Jahre 1972 vorgenommen hat, geschrieben. Alles Notwendige? Anscheinend doch nicht, denn Hubert Wolff hat es für richtig erachtet, das Thema in einem Beitrag für die FAZ noch einmal aufzugreifen und es zum Anlass zu nehmen, seine Gedanken über den Status des "Papa Emeritus" zu formulieren.


Dienstag, 18. November 2014

Ich und Dialog?

Der Stuhlkreis - nix für Theodor
Die Teilnehmer der diesjährigen Blogoezesen-Wahlen haben mir zu einer Silbernen Robusta verholfen. Und das nicht für "Trägheit" (wie 2012) oder "Orthodoxie" (warum gibt es das nicht? Zum Beispiel als Ersatz für "Papsttreue") oder "The One and Only Marx-Basher" (wäre verdient) oder "bester Ehemann von allen" (Ehefrau ist Fränkin!) - nein, für "Dialog". Ich bin im ersten Moment, ehrlich gesagt, ziemlich erschrocken. Von wegen Stuhlkreis und so, igitt. Aber dann ist mir klar geworden, dass es nur einen Grund für diesen Preis geben kann: die aktuelle Wirtshausrauferei zum Thema "Lefebvre-Schisma". Und die kostet mich soviel Nerven, dass ein kleines Trostpflaster absolut angemessen ist.

Also, liebe Wähler: vielen Dank für Eure Zuwendung. Und nächstes Mal zahle ich doppelt soviel - dann wird es vielleicht wieder was mit Gold ;-)





Montag, 17. November 2014

Ein Bischof spricht Klartext

Der Bischof Passau verkündigt das Evangelium
Der Bischof von Passau, Dr. Stefan Oster SDB, scheint ein eigenwilliger Mensch zu sein. Er lebt in einer WG und hat in dieser WG für sich selbst eine Dreizimmerwohnung mit 105 qm. Er legt wohl auch Wert darauf, dass die Leute darum wissen und hat deshalb ein kleines Video über diese Wohnung drehen lassen. In diesem Video kommen sogar das Badezimmer und die Toilette der Wohnung vor. Das gefällt nicht jedem in der Blogozese. Die "Homestory" riecht ihnen wahrscheinlich zu sehr nach "Bergogliöser Scheinarmut". Deswegen machen sie sich über das "Scheißhaus" des Bischofs lustig.

Mir wäre es wurscht, wenn der Bischof in einer Residenz mit langen Fluren, alten Ölgemälden und barocken Möbeln wohnen würde (gern auch mit Putten und Bischofswappen auf der Klobrille). Deswegen ist es mir auch wurscht, wenn er eher das Gegenteil tut. Seine Sache und er wird schon wissen, was er tut. Unterstellen muss ich ihm deswegen erst einmal nichts.

Sonntag, 16. November 2014

Tradition und Rebellion in der Kirche

Die Kirche: leidend - streitend - triumphierend
- aber niemals rebellierend
"Die Überwinterung der Tradition" und "Die Dialektik von Für und Wider vor dem Höchsten" - diese beiden Prinzipien oder sagen wir besser: Motive hat Geistbraus in seinem letzten Beitrag zu unserer Diskussion (die von einigen Zartbesaiteten als "Wirtshausrauferei" karikiert worden ist) in Anschlag gebracht, um in der Frage der Einordnung des Lefebvre-Schismas der "kategorialen Enge" zu entfliehen, in der mir nichts entgegenzuhalten können meint und für die er mich gleichzeitig bedauert, da sie "teuflisch" sei, also nicht von Gott.

Trotz meines verengten Horizontes und meiner kategorialen Beschränktheit gefallen mir diese beiden Motive außerordentlich gut. Das erste ist mythischer Natur: ein unsterbliches Gut (das Kaisertum, die "Heilige Tradition" des Christentums) versinkt in den Wellen der Geschichte und nur esoterisches Schrifttum oder eine kleine Gruppe Getreuer bewahrt das Wissen um dieses Gut, rettet es über die Zeit und hütet es bis zum Tage seiner (wirklichen oder nur möglichen?) Auferstehung.

Donnerstag, 13. November 2014

Das Glaubensbekenntnis des Herrn Peter Hintze

Er leidet nicht!
Der Bundestag hat heute über das Thema Sterbehilfe debattiert. Im Zug dieser Debatte hat Herr Peter Hintze, evangelischer Theologe und Pastor, ehemaliger Vorsitzender des Evangelischen Arbeitskreises in der CDU/CSU, ehemaliger Generalsekretär der Christlich Demokratischen Union, Vizepräsident der Christlich-Demokratischen Internationale und enger Vertrauter der Bundeskanzlerin und Parteivorsitzenden der Christlich Demokratischen Union, folgenden Satz gesprochen:
"Leiden ist immer sinnlos"
Man darf sicher davon ausgehen, dass die Christlich-Demokratische Internationale demnächst auf den Hl. Vater Franziskus I. zugehen und um die längst überfällige Anpassung des Apostolicums bitten wird. Dort wird es dann in Zukunft heißen:
"sinnlos gelitten unter Pontius Pilatus".
Man kann ja so dermaßen auf den Hund kommen ...

Mittwoch, 12. November 2014

Das Lefebvre-Schisma - Pest UND Cholera

Der Urheber
Nachdem ich im letzten Post zum Thema wesentliche historische Fakten und zwei wichtige Zitate zusammengestellt habe, möchte ich noch einige Gedanken zur Einordnung von Lefebvres Tat und ihre Folgen bis auf den heutigen Tag anfügen. Diese Gedanken sind gleichzeitig der letzte Beitrag zu meiner "Wirtshausrauferei" mit dem Kollegen Geistbraus. Denn die Frage der Bewertung von Erzbischof Lefebvre und seiner Tat von 1988 war - das ist, wie bei Raufereien nicht unüblich, etwas aus dem Blick geraten - der eigentliche Ursprung des ganzen Disputs.

Montag, 10. November 2014

Eine liturgische Perle: das Offertorium aus Job

Der 21. Sonntag nach Pfingsten ("alter Ordnung") ist zwar schon einige Tage her, aber ich möchte den liturgisch Interessierten unter meinen Lesern eine kleine Entdeckung nicht vorenthalten.

Die letzten Sonntag im Kirchenjahr sind den letzten Dingen gewidmet. In den Texten des 21. Sonntags nach Pfingsten wird dies besonders deutlich. In der Epistel aus dem 6. Kapitel des Epheserbriefes, in dem uns der Völkerapostel dazu auffordert, uns zu rüsten für den Kampf. Im 18. Kapitel des Evangeliums nach Matthäus mit dem Gleichnis vom unbarmherzigen Gläubiger.

Kurze Geschichte des Lefebvre-Schismas

Nachdem in der Blogozese immer wieder Tendenzen zu erkennen sind, das Schisma von 1988 kleinzureden oder gar zu leugnen, dass es sich bei den Bischofsweihen überhaupt um ein solches gehandelt habe, scheint es mir an der Zeit zu sein, den historischen Ablauf der seinerzeitigen Ereignisse in Erinnerung zu rufen.

Die gängige Mär geht in etwa so: Rom hat den Erzbischof hingehalten und auf sein Ableben spekuliert, um die Piusbruderschaft, die dann ja keinen Bischof mehr für Priesterweihen gehabt hätte, "verhungern" zu lassen. 

Sonntag, 9. November 2014

Der Geistbraus und das engelsgleiche Stroh

Der engelsgleiche Lehrer mit zwei Heiden
Nach einer beruflich bedingten Unterbrechung möchte ich den kleinen Disput mit dem Kollegen Geistbraus weiterführen und vielleicht auch zu einem Ende bringen. Beim Lesen des letzten Beitrags von Martin Grannenfeld dachte ich zunächst: "Prima, jetzt können wir die Angelegenheit nach Art eines katholischen Herrenabends befrieden". Diese Methode geht so: Man streitet sich ganz furchtbar, verrennt sich in die aussichtslosesten Kontroversen und gegen Ende sagt dann einer der beiden: "Siehst Du mein Lieber, das ist ein typisch platonisches Argument. Du weißt, ich bin Aristoteliker". Welchen Ball der andere dann aufnimmt: "Ja, so ist das wohl und das erklärt natürlich auch, warum wir in so vielen Dingen anderer Meinung sind. Aber das ändert ja nichts daran, dass wir beide gutkatholisch sind. Hast Du noch ein Glas von diesem wirklich feinen Burgunder?"

Freitag, 31. Oktober 2014

Wer ist hier eigentlich der Clown?

Sieht so ein "Hampelmann" aus?
Was habe ich nur getan, dass der Geistbraus - das diplomierte "Großmaul der Blogozese" - nicht davon ablassen kann, mit mir die Klinge zu kreuzen? Habe ich Gott gelästert? Die Hl. Schrift durch den Schmutz gezogen? Schlecht über die Alte Messe gesprochen? Nichts dergleichen, sondern viel schlimmer: ich habe mich unehrfürchtig der großen Ikone genähert, dem Erfinder des "ewigen Roms" und der "Messe aller Zeiten" (was für ein intellektueller Unrat bereits diese Begriffe sind!), dem Helden jedweden katholischen Widerstands und dem Lordsiegelbewahrer der katholischen "Lebensform": Marcel Lefebvre!

Ich habe ein Weilchen gerätselt, wie man auf die letzte Attacke des Geistbraus angemessen antworten könnte. Am liebsten wäre mir natürlich so etwas wie eine durchgeschriebene Darstellung gewesen - wegen der Form. Aber wie soll man das machen, wenn des Grannenfelds Einlassung bei Licht besehen eine wilde Rhapsodie aus Behauptungen, verzerrten Wiedergaben meiner Argumente und historischen Fehlern ist? Mir bleibt also nichts anderes übrig, als Punkt für Punkt abzuhandeln, was natürlich gleich wieder einen schlechten Stil ergeben wird.

Donnerstag, 30. Oktober 2014

Geistbraus sagt: Who am I to judge?

Der Kollege Grannenfeld hat auf meinen gestrigen Beitrag über die Pius-Bruderschaft repliziert und da seine Kommentarfunktion zur Zeit ausgeschaltet ist, antworte ich hier erneut auf meinen Seiten.

Der Geistbraus unterstellt mir die Meinung, man würde durch die "penible Befolgung der Ordnung der Kirche" gerettet. Das ist eine grobe Verkennung meiner Argumentation. Das Problem der FSSPX ist doch nicht, dass dort irgendein Canon des Kirchenrechtes nicht penibel befolgt wird, sondern dass sie durch eines der schwersten denkbaren Vergehen gegen die göttliche Ordnung der Kirche (die unerlaubten Bischofsweihen) aus der Gemeinschaft dieser Kirche ausgeschieden ist. Bischof sein kann man in der Kirche nur in Gemeinschaft mit dem Papst, auf den sie aufgrund der unmittelbaren Weisung unseres Herrn und Heilands gebaut ist.

Mittwoch, 29. Oktober 2014

Mal wieder Irritationen um die FSSPX

Mit ohm fing der Ärger an ...
Der Blogger-Kollege Laurentius Rhenanius (Superpelliceum) hat heute über ein Dekret (vollständiger Text bei Rorate Caeli) des Bischofs von Albano, Marcello Semeraro, berichtet, in dem dieser seine Gläubigen darauf hinweist, dass die Teilnahme an Messen oder Sakramentenspendungen der Piusbruderschaft einen Bruch der kirchlichen Gemeinschaft darstellt und daher einen "persönlichen Pfad der Wiederversöhnung" erforderlich macht, um wieder in voller Gemeinschaft mit der Kirche zu sein.

Laurentius sieht in dem Dekret des Bischofs einen Widerspruch zur Aufhebung der Exkommunikation der FSSPX-Bischöfe durch Benedikt XVI. Das scheint mir so aber nicht zutreffend zu sein.

Freitag, 24. Oktober 2014

Roma locuta - causa finita?

War mal "roma" - hat auch "locuta"
kath.net hat heute folgende Beitrag von mir übernommen:

Der geschätzte Bloggerkollege Peter Winnemöller hat vor einigen Tagen an dieser Stelle dazu aufgerufen, an der Meinungsbildung für die kommende Synode mitzuwirken und dabei am Hl. Vater Maß zu nehmen, dessen Wunsch es sei, dass „klare Worte“ gesprochen würden. Gleichzeitig bereitet er uns darauf vor, dass nach der Synode die Diskussionen ein Ende haben werden, weil dann der Papst entscheide und an diese Entscheidung hätten sich dann alle zu halten: „roma locuta – causa finita“.

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Synode: Deutsche Bischöfe ziehen erste Konsequenzen

Ab jetzt nur noch in Russland und Afrika
Auf einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz hat der Große Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, erste Konsequenzen des deutschen Episkopats aus den Beratungen der jüngsten Bischofssynode im Vatikan bekanntgegeben.
"Mit Wirkung vom 11.11.2014 wird es vor den deutschen Kirchen keine Security-Kräfte mehr geben, die Homosexuellen den Zutritt verweigern. Die seinerzeit von Johannes Paul II. mit Familiaris Consortio vorgeschriebenen Personenkontrollen finden nicht mehr statt. Das ist ein mutiger und einseitiger Schritt der deutschen Kirche, aber wir wollen im Vorfeld der Bischofssynode 2015 ein Zeichen der Antidiskriminierung setzen. Irgendwo muss der Aufbruch ja einmal anfangen und wir sind nicht bereit, uns von den Schwarzen da unten komplett blockieren zu lassen."
Auf die Frage, ob demnächst auch die symbolische Steinigung von Wiederverheirateten Geschiedenen durch Bewerfen mit Ostereiern während der Messe aufgegeben werden soll, reagierte Marx zurückhaltend: "Man muss bei der Reform im Sinne von Franziskus Schritt für Schritt vorangehen. Wir wollen Zeichen setzen, den Konsens mit der Weltkirche aber auch nicht einseitig aufkündigen".

Freitag, 5. September 2014

Bonny and Clyde

Erschöpft vom "Kampf um Rom" - Bischof Bonny
Der folgende Beitrag ist heute auf kath.net erschienen:

Die 3. außerordentliche Generalversammlung der Bischofssynode zum Thema „Die pastoralen Herausforderungen der Familie im Rahmen der Evangelisierung“ vom 5.-19. Oktober rückt näher und nach der kraftvollen Ouvertüre von Kardinal Kasper beim letzten Konsistorium laufen sich die üblichen Verdächtigen in den Medien langsam warm.

Daniel Deckers hat bei der „FAZ“ ("Der Kampf um Rom hat erst begonnen") in den vergangenen Tagen gleich 3 Beiträge über eine Denkschrift des Antwerpener Bischofs Johan Bonny verfasst und sieht in ihr ein fast epochales Ereignis: „Das hat es in der jüngeren Kirchengeschichte noch nicht gegeben: Ein amtierender Bischof stellt sich schonungslos gegen das kirchliche Lehramt und die päpstlichen Weisungen in Sachen Ehe und Familie“. Das klingt ja wirklich vielversprechend.