Mittwoch, 5. Oktober 2011

Die Piusbruderschaft ist immer noch verrückt II

Mein vorheriger Post bedarf noch einer Ergänzung, die sich aus der sorgfältigen Lektüre des Interviews von HH. Pfluger ergibt. Man lese die folgende Stelle:
Übrigens war ja auch die Freigabe des katholischen Messopfers die zweite Bedingung, welche die Bruderschaft gestellt hat. Rom ist also zweimal auf die Wünsche der Bruderschaft eingegangen.
Man ist bei der Bruderschaft also immer noch der Meinung, dass die Alte Messe und das katholische Messopfer identisch sind. Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die Neue Messe kein katholisches Messopfer darstellt. Denkt man das logisch weiter, dann ist die Position der FSSPX von einer sedisvakantistischen nicht zu unterscheiden.

Wie gesagt: Wahrscheinlich sind solche Formulierungen ganz gezielte Zugeständnisse an die Williamson-Fraktion innerhalb der Piusbruderschaft. Es ist aber doch sehr die Frage, ob eine Versöhnung ehrlichen Herzens möglich ist, wenn - aus welchen Gründen auch immer - derart unsinnige (und natürlich auch heterodoxe) Positionen im Raum stehen bleiben.

Kommentare:

  1. Ich würde Deine vorsichtige Formulierung verschärfen. Sätze wie diese mache eine Versöhnung eigentlich unmöglich:

    "Assisi III und noch mehr die unselige Seligsprechung Johannes Pauls II. aber auch viele andere Beispiele machen deutlich, dass die Leitung der Kirche nach wie vor nicht bereit ist, die falschen Prinzipien von Vatikanum II und dessen Folgen aufzugeben. Also muss jedes „Angebot“ an die Tradition uns die Freiheit garantieren, unser Wirken und unsere Kritik am „modernistischen Rom“ weiterführen zu können. Und dies scheint, ehrlich gesagt, sehr, sehr schwierig zu sein. Nochmals, jeglicher falsche oder gefährliche Kompromiss muss ausgeschlossen sein."

    Alles, was der gegenwärtige Stellvertreter Christi tut, als Ausdruck falscher Prinzipien anzusehen, von diesem auch nur als von der "Leitung der Kirche" und dem "modernistischen Rom" zu sprechen, sich selbst aber als "die Tradition" zu betiteln - das alles läuft in der Tat auf puren Sedisvakantismus heraus. "Jeglicher falsche oder gefährliche Kompromiss muss ausgeschlossen sein." - Ganz meine Meinung! Zum gegenwärtigen Zeitpunkt KANN es da keine Versöhnung geben. Dieses Projekt des Heiligen Vaters ist darum wohl gescheitert. Schade, sehr schade!

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  2. Ehrlich, die wenigen Anhänger der Piusbrüder, die ich persönlich kennen beten ausdrücklich darum, dass "ihre Bischöfe" hart bleiben gegenüber dem "modernistischen Rom..".

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